Nutzungsbedingungen für FSRdp
Stand: 19. September 2026
Kurzfassung
FSRdp dient der Fernwartung, der Zusammenarbeit und dem Gespräch. Nicht geduldet werden insbesondere:
- die Übertragung von Sportveranstaltungen, Kinofilmen, Konzerten oder Sendungen ohne Erlaubnis des Rechteinhabers,
- die Übertragung oder Aufnahme von Personen ohne deren Einwilligung,
- strafbare Handlungen oder Inhalte jeder Art.
Verstöße führen zur Sperrung und können zur Anzeige gebracht werden. Hinweise auf Missbrauch: abuse@fssoft.de
§ 1 Geltungsbereich und Anbieter
(1) Diese Nutzungsbedingungen gelten für die Nutzung von FSRdp über die Server, die Fischbacher Software betreibt, einschließlich des Browser-Zugangs („Web-Viewer“) und der Desktop-Programme für Windows und Linux (zusammen „Dienst“).
(2) Anbieter ist Fischbacher Software, Robert Fischbacher. Anschrift und Kontakt stehen im Impressum.
(3) Wer an einem Raum teilnimmt, ihn eröffnet oder verwaltet, ist „Nutzer“. Mit dem Beitritt zu einem Raum oder der Installation eines FSRdp-Programms erklärt sich der Nutzer mit diesen Bedingungen einverstanden.
(4) Für Supporter mit einer kostenpflichtigen Lizenz und für Kunden, die einen eigenen FSRdp-Server betreiben, gelten zusätzlich die mit ihnen getroffenen Vereinbarungen; bei Widersprüchen gehen diese vor. Auf einem Server, den nicht Fischbacher Software betreibt, gelten außerdem die Bedingungen seines Betreibers.
§ 2 Leistung
(1) Der Dienst vermittelt in Echtzeit Bild, Ton, Bildschirminhalte, Chatnachrichten und Dateien zwischen den Teilnehmern eines Raums. Außerdem ermöglicht er die Fernsteuerung eines Rechners, sofern dessen Nutzer sie ausdrücklich freigibt.
(2) Der Anbieter leitet Inhalte nur weiter. Er zeichnet Bild und Ton nicht auf und wählt weder Inhalte noch Empfänger aus. Nimmt ein Raumbesitzer eine Sitzung auf, geschieht das ausschließlich lokal auf dessen Gerät; alle Teilnehmer werden darauf hingewiesen.
(3) Schaltet der Raumbesitzer Live-Untertitel ein, wird gesprochene Sprache zur Erkennung und Übersetzung an einen Dienstleister übermittelt. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung. Auch darauf werden alle Teilnehmer im Raum hingewiesen.
(4) Ein Anspruch auf eine bestimmte Verfügbarkeit, Qualität oder Funktion besteht nicht, soweit nichts anderes vereinbart ist. Der Anbieter darf den Dienst weiterentwickeln, einschränken oder einstellen.
§ 3 Verantwortung des Nutzers
(1) Jeder Nutzer ist für die Inhalte, die er über den Dienst überträgt – Bild, Ton, Bildschirminhalte, Chat und Dateien –, und für die Rechte daran selbst verantwortlich.
(2) Der Raumbesitzer entscheidet, wer einen Raum betreten darf und welche Rechte ein Teilnehmer erhält, zum Beispiel Mikrofon, Kamera, Chat oder Fernsteuerung, und trägt dafür die Verantwortung. Raumnummer und PIN gibt er nur an Personen weiter, die teilnehmen sollen.
(3) Wer einem anderen die Fernsteuerung seines Rechners erlaubt, tut das auf eigene Verantwortung und sollte sie nur Personen erlauben, denen er vertraut.
(4) Minderjährige dürfen den Dienst nur mit Zustimmung ihrer Erziehungsberechtigten nutzen.
§ 4 Unzulässige Nutzung
FSRdp dient der Fernwartung, der Zusammenarbeit und dem Gespräch. Untersagt ist insbesondere:
- die Übertragung von Sportveranstaltungen, Kinofilmen, Konzerten oder Sendungen ohne Erlaubnis des Rechteinhabers – die Hausordnung oder die Ticketbedingungen eines Veranstalters untersagen das in der Regel ohnehin;
- die Übertragung oder Aufnahme von Personen ohne deren Einwilligung, soweit das Gesetz sie nicht ausnahmsweise erlaubt, sowie des nichtöffentlich gesprochenen Wortes anderer, etwa von Gesprächen am Nachbarplatz;
- strafbare Handlungen oder Inhalte jeder Art sowie Inhalte, die Rechte Dritter verletzen;
- das Versenden von Schadsoftware und die Nutzung der Fernsteuerung für Handlungen, die der Inhaber des gesteuerten Rechners nicht wünscht;
- das Umgehen von Schutzmechanismen wie Raum-PIN, Zugriffsrechten, Sperren und Begrenzungen, das automatisierte Ausprobieren von Raumnummern und eine übermäßige Belastung des Dienstes;
- der gewerbliche Weiterverkauf des Dienstes ohne gesonderte Vereinbarung.
§ 5 Maßnahmen bei Verstößen
(1) Bei einem Verstoß gegen § 4 oder einem begründeten Verdacht darf der Anbieter angemessene Maßnahmen ergreifen: einen Raum schließen, Teilnehmer trennen, Zugänge oder Supporter-Schlüssel vorübergehend oder dauerhaft sperren und Reservierungen von Raumnamen aufheben. Dabei berücksichtigt er die berechtigten Interessen des Nutzers.
(2) Bei strafbaren Handlungen kann der Anbieter Strafanzeige erstatten. Er arbeitet im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften mit den zuständigen Behörden zusammen.
(3) Der Raumbesitzer kann Teilnehmer selbst aus seinem Raum entfernen und ihr Mikrofon oder ihren Ton abschalten.
(4) Der Anbieter überwacht die übertragenen Inhalte nicht; dazu ist er weder verpflichtet noch wegen des Fernmeldegeheimnisses ohne Weiteres befugt. Er wird auf Hinweise nach § 6 tätig.
§ 6 Meldungen und Kontakt
(1) Rechtswidrige Inhalte oder eine unzulässige Nutzung können an abuse@fssoft.de gemeldet werden. Die Meldung soll Raum oder Raumnummer, Zeitpunkt und Grund nennen, bei Rechtsverletzungen auch das verletzte Recht.
(2) Zentrale Kontaktstelle für Nutzer und Behörden im Sinne der Art. 11 und 12 der Verordnung (EU) 2022/2065 (Digital Services Act) ist ebenfalls abuse@fssoft.de. Die Kommunikation ist auf Deutsch und Englisch möglich.
§ 7 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet der Anbieter nur für den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentlich ist eine Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Für Inhalte, die Nutzer übertragen, haftet der Anbieter nur nach den gesetzlichen Vorschriften für Vermittlungsdienste.
(4) Hat ein Nutzer eine Rechtsverletzung nach § 4 zu vertreten, stellt er den Anbieter von darauf beruhenden Ansprüchen Dritter frei, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung.
§ 8 Änderungen
Der Anbieter kann diese Bedingungen mit Wirkung für die Zukunft ändern. Geänderte Bedingungen werden auf dieser Seite mit neuem Stand veröffentlicht; bei wesentlichen Änderungen bittet der Anbieter vor der weiteren Nutzung erneut um Zustimmung.
§ 9 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Bei Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit dadurch nicht der Schutz entzogen wird, den zwingende Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts gewähren.
(2) Ist der Nutzer Kaufmann, eine juristische Person des öffentlichen Rechts oder ein öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters.
(3) Der Anbieter ist weder bereit noch verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.